

Panamericana
Wir sind 2024 und 2025 mit unserem selbstausgebauten Offroad Camper 65.000 km entlang der längsten Straße der Welt gereist und haben dabei nicht nur viele tolle Landschaften und nette Menschen kennengelernt, sondern auch viele Erlebnisse gehabt, die wir hier mit euch teilen möchten:
Verschiffung

Für eine Reise auf der Panamericana muss das eigene Fahrzeug zunächst nach Nord-, Mittel- oder Südamerika verschifft werden. Dafür gibt es zwei gängige Möglichkeiten: RoRo (Roll-on/Roll-off), bei dem das fahrbereite Fahrzeug direkt auf das Schiff gefahren wird, und den Containertransport, der mehr Flexibilität bietet und zusätzlichen Schutz vor Diebstahl ermöglicht. Häufige Abfahrtshäfen in Europa sind Hamburg, Antwerpen oder Liverpool, während in Amerika unter anderem Halifax, Baltimore, Veracruz oder Montevideo angelaufen werden.
Die reine Seetransportzeit ist meist überschaubar, dennoch sollte für Organisation und Abwicklung insgesamt etwa eine Woche zusätzlich eingeplant werden. Eine Seetransportversicherung wird dringend empfohlen, da im Schadensfall hohe Kosten entstehen können. Die Verschiffung wird in der Regel über spezialisierte Anbieter organisiert, die auch Zollformalitäten übernehmen und den Ablauf deutlich vereinfachen.
Die Kosten hängen stark von Fahrzeuggröße, Route und Transportart ab: RoRo ist günstiger, Containertransporte sind teurer, können aber durch das Teilen mit anderen Reisenden reduziert werden. Besonders für die Strecke zwischen Panama und Kolumbien wird meist ein Container genutzt. Vor der Abgabe muss das Fahrzeug gereinigt werden, der Tank darf nur auf Reserve stehen und verbotene Gegenstände müssen entfernt werden. Nach Ankunft erfolgt die Zollabwicklung, anschließend kann die Reise direkt fortgesetzt werden.
Packliste

Eine durchdachte Packliste ist für die Panamericana entscheidend, da sich Lebensbedingungen, Klima und Infrastruktur über Tausende von Kilometern stark verändern. Ziel ist nicht, möglichst viel mitzunehmen, sondern funktional, flexibel und redundant zu packen – besonders bei Ausrüstung, die Komfort, Sicherheit und Autarkie betrifft.
Mehr Infos hier:
Route

Süd nach Nord, Nord nach Süd oder vielleicht auch ganz anders?
Das sind die großen Fragen zu Beginn. Und ungefähr das einzige, woran man sich am Ende hält.
Reiserouten entstehen nicht auf dem Papier. Reiserouten entstehen durch Empfehlungen, Zufälle oder auch Pannen.
Für uns ging es grob vom Osten Kanada einmal quer durchs Land bis nach Alaska.
Von da an gab es nur noch eine Richtung:
Süden!
Bis wir in Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt angekommen sind. Am Ende der Welt.
Von da an ging es noch einmal quer durch Argentinien bis nach Montevideo in Uruguay.
Was wir dazwischen erlebt haben, lest ihr im Blog.
Planung

Die Planung einer solchen Reise ist nichts für schwache Nerven.
5 Klimazonen, einmal von kalt nach warm, dann der Äquator und das ganze nochmal umgekehrt von vorne. Begrenzter Zeitrahmen und Wetterphänomen, von denen wir in Europa nur in der Zeitung gelesen haben.
Der wichtigste Plan ist immer Plan B, oder C und manchmal auch D.
Denn wie soll man 10.000km entfernt die perfekte Reise planen, ohne jemals an dem Ort gewesen zu sein?
Ja, weiß ich auch nicht. Daher: Spontanität und Optimismus sind alles, was du brauchst. Achja und eine ordentliche Portion Mut.
Versicherungen

Neben einer guten Krankenversicherung, muss auch das Auto versichert sein.
Man sollte sich vorher genau informieren, welche Versicherungen bestimmte Länder oder Unfälle absichern und was am besten zu seinen Reiseplänen passt.
hilfreiche Tools & Apps

In der heutigen digitalen Welt geht nichts mehr ohne Apps, Google und Social Media.
Man braucht aber noch lange nicht jede App und Social Media lügt bekanntlich auch gerne. Hier unsere besten Tipps für Tools und Apps unterwegs.