Packliste Offroad Overlanding
(enthält Affiliate Links)
Man kennt es von jedem Urlaub seitdem man ein kleines Kind ist.
Wenn es ums Packen geht, kommt entweder leichte Panik auf, dass man auf jeden Fall irgendwas vergisst oder man packt vorsichtshalber alles für jede noch so kleine Eventualität ein.
Jeder kennt wahrscheinlich das Unterhosen Problem. Man packt einfach doppelt so viele ein, für den Fall, dass man es zweimal pro Tag nicht rechtzeitig auf Toilette schafft (nicht, dass das jemals vorkommen würde, aber man weiß ja nie) und bringt dann auch genau die Menge Unterhosen ungetragen wieder mit nach Hause.
Bei einer langen Reise gilt aber grundsätzlich Murphys Gesetz: du hast sowieso nur das dabei, was du nicht brauchst. Aber man kann versuchen, Herrn Murphy ein Schnippchen zu schlagen, indem man möglichst sinnvoll packt. Dafür ist es wichtig, dass die Dinge, die mit dürfen folgende Tests bestehen:
Brauche ich das jeden Tag?
Hat es mehr als einen Nutzen?
Kann ein anderes Teil dasselbe?
Ist es überall zu leicht bekommen?
Kann ich ohne dieses Teil meine Reise nicht genießen?
Manche Dinge sind natürlich nicht zu diskutieren, natürlich brauche ich Kleidung, Schuhe oder eine Küchenausstattung, Zahnbürste, Handtücher und Toilettenpapier.
Aber bei der Auswahl der einzelnen Teile kann man viel beachten, wofür man sich selbst später heimlich danken wird.

Kleiderschrank:
Fangen wir mit dem wichtigsten an:
Kleidung! Keiner will seine Reise nackt verbringen, also muss irgendwas zum Anziehen wohl mit in den Camper. Erstmal geht es um die Menge: wie viele Teile nehme ich jeweils mit?
Für uns hat es gut gepasst, Kleidung für circa 3 Wochen einzupacken. Danach findet man immer mal einen Waschsalon oder eine andere Möglichkeit seine Kleidung zu waschen. Die Faustregel gilt dann für T-Shirts, Unterwäsche und Socken.
Hosen hingegen kann man länger tragen, besonders wenn sie aus robustem und schnelltrocknendem Stoff sind.
So haben sich für uns Outdoor- und Wanderhosen bewiesen. Jeanshosen sind schwer, groß und trocknen sehr lange. Dennoch ist kaum eine Hose so robust wie eine Jeans. 2 -3 kurze Hosen und 2 lange Hosen oder eine Zip-Ab-Hose sind in der Tat ausreichend. Ein luftiges Sommerkleid darf natürlich auch gerne in den Koffer.
Bei Pullovern und Jacken sollte man sparsam und strukturiert vorgehen, denn die nehmen viel Platz ein. Je nach Reiseziel sollte man auf jeden Fall immer eine wirklich gute Regenjacke und eine Fleecepullover für kühle Abende dabei haben. Wenn man alle Klimazonen bereist, ist eine zusätzliche Fleecejacke und eine winddichte Daunenjacke ebenfalls nicht verzichtbar. Achtet beid er Auswahl der Jacken darauf, dass man sie als Schichten übereinander tragen kann. Fleecepullover mit glattem Obermaterial eignen sich super, da Fleecejacken dann besser drüber "flutschen". Auf Kapuzen sollte man bei den Fleeceprodukten verzichten, sonst knubbelt es zu sehr. Die Regenjacke ist immer die oberste Schicht, daher sollte man beim Kauf nicht nur ein T-Shirt drunter tragen, sondern auch mal einen Pullover oder eine zusätzliche Daunenjacke. Ihr werdet euch sonst bei eisigem Wind und Regen ärgern, dass man die Regenjacke nicht mehr zubekommt, wenn man noch mehr Schichten drunter trägt.
Schuhe sollten vor allem bequem sein. Ob ihr als Alltagsschuh einen Turnschuh oder einen Trekkingschuh mitnehmt, sei euch selbst überlassen.
Wenn ihr viel wandert, sollte ein gut eingelaufener Wanderschuh ebenfalls ins Gepäck. Latschen oder Sandalen sind grade an warmen Tagen eine Wohltat und sollten ebenfalls nicht fehlen. Mindestens ein Paar in der Schuhsammlung sollte wasserfest sein, nasse Füße beim Campen sind nicht schön.
Wasserschuhe oder FlipFlops zum Duschen landen bei uns auch immer im Auto. Badesachen und Handtücher sollten ebenfalls dabei sind. Microfaserhandtücher sind schön klein faltbar und trocknen sehr schnell.
Auf Bademäntel oder ähnliches kann man getrost verzichten, die nehmen nur unnötig Platz weg und können bei Bedarf z.B. in Saunen auch ausgeliehen werden.
Unverzichtbar sind außerdem Sonnenbrillen!
Für kälteres Wetter sind eine Mütze, Handschuhe und ein Halstuch außerdem sinnvoll.
Kappen und Sonnenhüte sollten bei sonnigen Reisezielen ebenfalls dabei sein.
Testet alle Klamotten vorher und startet nicht mit einer komplett neuen Garderobe auf die Weltreise und stellt dann fest, dass die Hose bei längerem Sitzen im Auto zwickt, die Regenjacke undicht ist oder man sich bergauf in den neuen Schuhen Blasen läuft.

Badezimmer:

Als nächstes brauchen wir ein paar Produkte, um nicht muffelnd neue Abenteuer zu entdecken.
Der Kulturbeutel sollte also gefüllt werden. Aber nicht überfüllt.
Nicht zu diskutieren sind defintiv Zahnbürste und Zahnpasta. Nehmt was ihr am liebsten habt. Bei elektrischen Zahnbürsten sollte man ein paar Extraaufsätze einpacken, da es die Marke eventuell in anderen Ländern nicht gibt.
Shampoo, Duschgel oder Spülung darf natürlich auch nicht fehlen.
Hier unser ganz klarer Tipp: feste Produkte! Sie nehmen weniger als halb so viel Platz weg, halten dafür aber mindestens dreimal so lange.
Außerdem enthalten sie kein Mikroplastik und sind besser ökologisch abbaubar. Dasselbe gilt auch beim Deo. Feste Varianten sind kleiner, halten länger und können außerdem auch verschifft werden oder im Flieger mitgenommen werden, da keine Explosionsgefahr besteht. Übrigens ein nicht zu unterschätzender Faktor bei sehr heißen Temperaturen und einem aufgeheizten Auto.
Haarbürste, Haargummis, Klammern, usw. fehlen bei uns ebenfalls nie.
Um ungewollte Haare wieder loszuwerden ist außerdem ein Rasierer sinnvoll.
Nagelschere und Nagelfeile sowie eventuell Nagellack sollten grade auf längeren Reisen mit dabei sein.
Wir haben außerdem Babyfeuchttücher lieben gelernt. Denn wer mal bei Minusgraden gecampt hat, weiß, dass Wasser leider auch im Auto friert. Die Ration, die man sich dann im Schlafsack nachts flüssig hält, reicht dann meist nur zum Zähneputzen und den morgendlichen Kaffee. Für die schnelle Katzenwäsche sind Babyfeuchttücher dann die Rettung.
Klopapier und Taschentücher sollten immer genügend vorrätig sein.
Außerdem sollten Periodenprodukte immer im Gepäck landen, man bekommt sie zwar auch im Ausland, allerdings nicht immer dann, wenn man sie grade dringend braucht.
All diese Dinge bekommt ihr in jedem Drogeriemarkt um die Ecke.
Waschmittel darf auch nicht fehlen, wir haben immer Waschmittelblätter, die nehmen wenig Platz ein und können, anders als zum Beispiel Pods, nicht aufplatzen.
Küche:

In der Küche wird es dann schon spannender, denn hier kommt es vor allem auf die Funktionalität und Haltbarkeit der Artikel an.
Das wichtigste für uns ist die Kühlbox. Denn wer mag schon warmes Bier? :)
Wir haben dafür seit Jahren eine Kompressor Kühlbox der deutschen Marke Engel und sind mit der Leistung sehr zufrieden: https://link.amazon/B00ujCVpH
40L Fassungsvermögen reichen für mehrere Tage bei 2 Personen.
Nur kaltes Essen ist für uns auch keine Lösung, daher muss ein Kocher her.
Dafür verlassen wir uns auf die jahrelange Erfahrung von Primus und nutzen deren 2-flammigen Gaskocher Kinja: https://link.amazon/B0buaflNW
Nach über 600 Tagen Kaffee kochen und Abendessen zaubern können wir diesen Kocher guten Gewissens weiterempfehlen. Für uns ist vor allem die Möglichkeit, verschiedene Gasflaschenmodelle anschließen zu können sehr wichtig, denn nicht immer kann man seine eigene Flasche zeitnah auffüllen.
Außerdem haben wir noch einen Omnifuel-Kocher dabei, wenn wir mal außerhalb der Küche kochen wollen, oder gar kein Gas mehr da ist. Dann funktioniert immer noch Diesel oder Benzin: https://link.amazon/B0b1y7SMZ
Und was wäre Overlanding ohne Lagerfeuer und Grillen? Daher haben wir eine Feuerschale https://link.amazon/B03Zzfq4d und einen Grill dazu https://link.amazon/B05cKxrvY.
Safety First, wir wollen ja keinen Waldbrand auslösen.
Natürlich gehören zu einem Kocher auch Töpfe und Pfannen. Für uns reichen 2 Töpfe und 2 Pfannen, eine beschichtet, eine unbeschichtet.
Diese kann man auch einfach im Set kaufen: https://link.amazon/B0h8auI4g
Wir haben einfaches Besteck, je 4 von allem. Das reicht für 2 Personen aus. Für uns außerdem unverzichtbar: ein Feuerzeug zum anzünden des Gaskochers, ein Kartoffelschäler, ein Flaschenöffner für Wein und Bier, eine Käsereibe, einen Dosenöffner und eine Grillzange. Ein Pfannenwender sowie eine Suppenkelle ist bei uns auch regelmäßig im Gebrauch. Scharfe Messer, die für alles mögliche zu gebrauchen sind, sind bei uns simple Wellenschliffmesser. Wir haben tatsächlich nur 4 Edelstahlteller: https://link.amazon/B0i3nUCAF Edelstahl ist unkaputtbar und kann auch mal mit Meerwasser gespült werden oder mit dem Stahlschwamm geschrubbt werden. Für uns ist Robustheit immer ein wichtiger Faktor. Und bei so wenigen Tellern sind wir auch nicht bereit, Kompromisse einzugehen. Außerdem wohnen in unserer Küche noch Müslischalen, Becher und Thermobecher.
Natürlich tun es auch normale Tassen, aber bei -15 Grad ist man froh, wenn der Tee nicht kalt ist, bevor er überhaupt durchgezogen ist. Und bei 35 Grad kann man die Cola auch einen Moment länger genießen, bevor sie sich der Umgebungstemperatur anpasst.
Bei uns sind es Stanley Tassen, die es auch in hübschen Farben gibt, damit man sie gut auseinanderhalten kann: https://link.amazon/B02k4omkg Wenn wir in kältere Regionen kommen, darf eine große Thermoskanne auch nicht fehlen: https://link.amazon/B04uRbNOH
Trinkflaschen sind auch ein gerne vergessener Artikel im Reisegepäck.
Es gibt so viele Varianten, dass wir keinen bestimmten Typ empfehlen können.
Mehr als eine sollte es aber sein, wenn ihr z.B. gerne wandert oder weg vom Auto unterwegs seid. 1L pro Person sollte mindestens in Trinkflaschenvolumen vorhanden sein, mehr ist besser.
Für gute Rezeptideen und Tipps rund ums Kochen unterwegs darf unser Kochbuch natürlich nicht fehlen: https://link.amazon/B07UJlbrb
Ein paar Basics wie Küchenrolle, Schwamm, Spüli, Geschirrtücher und Mülltüten gehören in jede Outdoorküche.
Eine faltbare Spülschlüssel kann zudem auch als Salatschüssel oder als Waschbecken zum Haarewaschen oder Wäschewaschen missbraucht werden.
Aktivitäten:

Je nachdem welche Hobbys man so hat, muss man das entsprechende Material mitnehmen.
Für uns sind Rucksäcke unverzichtbar, denn egal ob man gerne wandert, Städtetrips macht oder einfach nur einkaufen will. Ein bequemer Rucksack sollte immer dabei sein.
Wir haben einen kleinen und einen großen dabei. Denn für Städtetrips oder kleine Wanderungen reicht eine Trinkflasche und Platz für einen kleinen Snack oder ein Souvenir. Ein großer Rucksack, in dem auch Jacken oder größere Dinge Platz finden ist ebenso sinnvoll. Auch die Rucksäcke sollten nicht völlig neu sein und eingetragen sind, damit man sich während der Reise nicht ärgert.
Wichtig ist aber auch, man muss nicht alles von zuhause mitnehmen und um die halbe Welt schiffen.
Für saisonale oder regionenabhängige Hobbies wie z.B. Schnorcheln oder Ski fahren könnt ihr das Material einfach vor Ort kaufen oder ausleihen und danach wieder verschenken.
Ein paar Gesellschaftsspiele für ruhige Abende, Lesematerial (am einfachsten E-Books) und ein Tablet für den Serienmarathon bei schlechtem Wetter dürfen bei uns nie fehlen.
Ein Fernglas für Tierbeobachtung und eine gute Kamera, um die Tiere dann auch zu fotografieren gehören für uns als absolute Tierfans ebenfalls ins Reisegepäck. Wir haben auch immer eine Drohne dabei, die ist allerdings nicht in allen Ländern erlaubt, da sollte man sich vorher über die jeweiligen Regeln informieren. Ladegeräte und Zusatzakkus nicht vergessen!
Wohn/Esszimmer:

Man will ja nicht immer alles im Stehen erledigen.
Es ist wie zuhause, da ist auch fast das erste, was man sich zulegt ein Tisch und Stühle.
Es gibt so viele verschiedene Varianten an Tischen, für uns tut es eine ganz klassische Variante: https://link.amazon/B0bm6pMz7
Dasselbe gilt für Stühle. Bei uns ist jeweils das Packmaß entscheidend. Und das muss möglichst klein sein:
Zusätzlich gönnen wir uns den Luxus einer Hängematte: https://link.amazon/B0gwtQeZy
Ab und zu muss man einfach mal abhängen und es sich bequem machen.
Dafür haben wir außerdem noch eine kleine Picknickdecke dabei.
Das wichtigste ist aber wohl ein Mülleimer, denn als rücksichtsvoller Overlander nimmt man all seinen Müll wieder mit nach Hause.
Der Flextrash Mülleimer ist unser absoluter Favorit: https://link.amazon/B01YUJFRv
Er ist super leicht, klein verstaubar und man kann den Stoff sogar waschen.
Die verschiedenen Befestigungssysteme sind ein absoluter Pluspunkt, wenn man den Mülleimer nicht immer an der selben Stelle haben möchte.
Um lange Sommernächte zu genießen braucht man eine Lampe. Eine flexible zum Stellen und Hängen ist dabei sehr sinnvoll: https://link.amazon/B06qthqaK
Auch eine Kopflampe hilft dabei, zu sehen, was man isst oder trinkt oder ob der Partner beim Kartenspielen fuscht.
Schlafzimmer:

Natürlich müssen wir auch nach einem Tag voller Abenteuer auch gut schlafen können.
Wir haben ein Autohome Dachzelt, Typ Overzone. Damit sind wir seit Jahren sehr zufrieden.
Das Wichtigste ist dann eine gute Matraze.
Die Originale von Autohome konnte uns auf Dauer nicht überzeugen, daher haben wir uns bei der Firma Gisatex eine neue anfertigen lassen: https://www.gisatex.de
Wir empfehlen ein Spannbettlaken, besser 2 Stück, dann kann man zwischendurch mal seine Bettwäsche waschen und muss nicht unbedingt alles am selben Tag waschen und trocknen. Die Philosophie streitet sich rund um Bettdecke, Schlafsack oder Fleecedecke. Die Lösung ist aber einfach: einfach alles mitnehmen.
So minimalistisch wie wir vielleicht auch in anderen Bereichen packen, bei gutem Schlaf hört der Spaß auf. Und gut schlafen geht nur dann, wenn man nicht kurz vorm Gefrierbrand steht. Denn man muss Bedenken, auch ein Dachzelt ist nur ein Zelt.
Und auch wenn man im Auto schläft, ist das oft nicht wirklich wärmer.
Für uns kam eine Daunendecke wegen der Kondensfeuchte im Zelt nicht in Frage.
Daher haben wir eine Steppdecke aus Kunstfaser: https://link.amazon/B0c9rHohO
Auf Daune verzichten wir aber nicht bei den Schlafsäcken, die wir nur bei kalten Temperaturen benötigen. Hier sollte man nicht sparen, denn der Preis entscheidet oft über die Qualität, man muss allerdings auch kein Modell haben, dass bis -25 Grad geht.
Da man ja zusätzlich noch eine oder mehrere Decken hat, kann man darauf verzichten.
Es hat sich rausgestellt, dass das absolute Highlight im Zelt Lammfelle sind.
Und das nicht nur bei kaltem Wetter. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, regulieren sie auch die Hitze im Sommer sehr gut. Als kleiner Bonus hat man außerdem auch noch einen Matrazentopper.
Um bei Naturprodukten zu bleiben, dürfen seit den Anden und Übernachtungen auf knapp 5000m Höhe Alpakadecken nicht mehr fehlen. Denn auch im Bett funktioniert das Zwiebelprinzip besser als Kleidung. Da Alpaka in Europa aber schwer zu bekommen und/oder unbezahlbar ist, eignen sich auch Merinodecken. https://link.amazon/B01iVHN7M
Jetzt ist uns schon mal warm, jetzt müssen wir nur noch unseren Kopf bequem betten.
Da der Platz im Dachzelt begrenzt, vor allem im zusammengeklappten Zustand, bieten sich kleinere Kissen an. Auf Komfort sollte man dabei aber nicht verzichten, denn jeden morgen mit Nackenschmerzen aufzuwachen, versaut auch die schönste Reise.
Daher haben wir ergonomische Kissen von Blackroll: https://link.amazon/B06MY23IS
Für die ganz eisigen Nächte haben wir außerdem noch eine Dieselstandheizung, die das Zelt aufheizt https://link.amazon/B01BCb5A7
Dokumente:

Mein Vater sagt beim Packstress immer: du brauchst nur deine Kreditkarte, alles andere kannst du vor Ort kaufen.
Und ganz unrecht hat er damit nicht. Eine Kreditkarte öffnet viele Türen, wenn sie auch im Ausland gut funktioniert. Es eignen sich Karten der DKB oder Revolut besonders gut fürs nicht europäische Ausland. Sie sind kostengünstig und auf VISA Basis, das funktioniert überall.
Sobald man allerdings das eigene Land verlässt, sollte ein Reisepass mindestens genauso wichtig sein, wenn man nicht schon am Flughafen umdrehen will. Diesen sollte man übrigens auch als Kopie dabei haben und unbedingt digital abgelegt haben. Und zwar nicht nur auf dem eigenen Handy, sondern auch so, dass ich von anderen Geräten darauf zugreifen kann, zum Beispiel in Clouds. Das gilt übrigens für alle Dokumente! Impfpässe, Allergieausweise, und andere Dokumente über medizinische Belangen sind ebenfalls wichtig und am besten als Kopie dabei zu haben.
Wenn ihr Auto fahren wollt, dann braucht ihr Führerscheine, immer den europäischen, aber einige Länder verlangen auch internationale Führerscheine. In Deutschland kostet das 15 € und wir haben immer nur die gezeigt, weil wenn den mal ein korrupter Polizist einbehält, dann ist das eben so. Die meisten Polizisten akzeptieren beide Varianten oder auch Kopien. Wenn ihr mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs seid, benötigt ihr auch noch einen Fahrzeugschein. Auch hierzu gibt es eine internationale Variante.
Versicherungsscheine sind auch immer sinnvoll, dazu gibt es aber einen gesonderten Blogbeitrag hier: LINK!!!
Reiseapotheke:
Bevor man startet sollte man sich bei seinem Arzt einmal über die Region und die dort vorherrschenden Krankheiten und Gesundheitsrisiken informieren.
Impfungen sind ein guter Schutz und werden von den allermeisten Krankenkassen übernommen.
Für alle Wehwehchen, denen man so nicht entgegen wirken kann, muss die Reiseapotheke gut gefüllt sein. Denn Medikamente, die in der EU zugelassen sind, sind vielleicht anderswo nicht zu bekommen. Und grundsätzlich bekommt man die Lebensmittelvergiftung oder die Kopfschmerzen auch nicht direkt neben der nächsten Apotheke.
Wichtig sind grundlegendes Verbandsmaterial und Pflaster. Außerdem Schmerzmittel, Mittel gegen Durchfall, Übelkeit und Magenbeschwerden.
Wundsalbe, Wunddesinfektion und Schmerzsalbe fehlen bei uns ebenfalls nicht.
Ein Fieberthermometer und eine Zeckenzange dürfen in keiner Medizintasche fehlen.
Antibiotika sind bei langen Reisen in abgelegenen Regionen sinnvoll, müssen aber vom Arzt zuhause verschrieben werden. Ebenso Medikamente gegen Malaria.
Solltet ihr persönliche Medikamente benötigen, denkt daran genügend einzupacken und eine Bescheinigung darüber mitzuführen. Denn große Mengen an Medikamenten können beim Zoll zu Problemen führen.
Sonnencreme, Mückenabwehr und Pflege, falls es doch schief geht wie Mückensalbe und After Sun Lotion sollten ebenfalls eingepackt werden.
Werkstatt:

Wer mit seinem eigenen Fahrzeug unterwegs ist, kennt es. Irgendwas ist immer. Hier mal ein Knacken, da ein Rauschen oder auch mal ein lockere Schraube oder ein loser Schlauch.
Daher sollte auch die Bordwerkstatt gut ausgerüstet sein, um nicht wegen jeder Kleinigkeit eine Werkstatt suchen zu müssen.
Was gehört also rein, in die Werkzeugkiste?
Bei uns sind immer ein Ratschenkasten, verschiedene Schraubendreher, ein Hammer, Draht, Zangen und eine Säge dabei. Außerdem hilft immer Panzertape, WD40 und Isolierband.
Schraubenfett und eine Drahtbürste machen aus gammeligen Schrauben wieder gut passende Begleiter.
Ersatzbirnen für die Scheinwerfer, Reservekanister und ein Sammelsorium an Schrauben kann und wird man immer gebrauchen.
Wagenheber und Druckluftkompressor helfen beim Reifenwechsel. Achtet aber darauf, dass der Weg weit genug ist, damit die Räder auch vom Boden abheben. Grade bei höhergelegten Fahrzeugen reicht der mitgelieferte Wagenheber dafür nicht mehr aus.
Im Zweifelsfall geht auch ein Highlift Wagenheber, die bekommen alles hoch.
Ein Überbrückungskabel sowie ein paar Ersatzschläuche und Schnur sind ebenfalls immer an Bord. Aus gutem Grund. Denn ein Auto zum Überbrücken findet man mal schnell, eins mit einem Kabel, eher weniger. Wir haben diese Erfahrung schon machen müssen, hatten aber zum Glück unser Kabel dabei.
Damit am Ende alles sauber bleibt sollten Handschuhe, ein Lappen und Bremsenreiniger in jedem Werkzeugkasten landen. Denn Ölverschmierte Hände und Teile sind nie schön.
Und zum Runterladen, Ausdrucken und abhaken findet ihr die Packliste als PDF:




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