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PANAMERICANA: Episode 20 - Offroad Paradies Utah

Jetzt sind wir schon einige Monate mit unserem Geländewagen unterwegs, aber so richtig "austoben" konnte er sich noch nicht.

Also auf in das Offroad Paradies der USA - Utah! Wir starten in der Nähe von Hanksville auf einen wudnerschönen Offroadtrack durch den Capitol Reef Nationalpark und entlang gigantischer Canyons. Rote Felsen, wo man auch hinschaut.


Utahs Landschaft könnte man glatt mit dem Mars verwechseln
Utahs Landschaft könnte man glatt mit dem Mars verwechseln

Die Wege sind dabei alle offiziell befahrbar, da es sich um BLM Land handelt, öffentliches Land, welches vom Staat unterhalten wird.

Campen ist hier auch erlaubt.


Und während wir so schön fahren und die Landschaft erkunden, kracht es auf einmal ganz ordentlich an der Hinterachse. Marcels Fernprognose: Feder gebrochen - und leider stellt sich genau das als wahr raus.

Mitten im Nirgendwo - um uns herum nur Wüste. Was jetzt? Aber wir wären ja nicht wir, wenn nicht eine von uns unendlichen Optimismus und der andere gute Ideen für Edelpfusch hat. Also, Spanngurte raus, Feder zusammen zurren und weiter gehts.

passend orange Spanngurte zur Landschaft
passend orange Spanngurte zur Landschaft

Der nächste Ort den wir erreichen ist das, was man bei uns ein Kaff nennt. Und was für eins. Der örtliche Mechaniker kann uns leider nicht helfen und schickt uns weiter nach Moab, der Offroad Hauptstadt Utahs.

Da es aber spät ist und Rebeccas Geburtstag gehen wir stattdessen lieber in einem urigen Western Restaurant essen und starten erst am nächsten Tag nach Moab.

Federn bestellen wir währenddessen online nach Moab.


Weil die provisorische Reparatur aber so gut hält starten wir auf den nächsten Offroad Track, um einen schönen Nachtplatz zu finden.

Und wir genießen die ruhige Nacht. Dass es die Ruhe vor dem Sturm sein wird, wissen wir jetzt noch nicht.


Nachtplatz in der Nähe von Moab
Nachtplatz in der Nähe von Moab

Nach einer ruhigen Nacht wollen wir nach Moab, um den Arches Nationalpark zu besichtigen. Also den Offroad Track zurück und ab in den Park. Denkste!


Der felsige Weg macht uns leider Probleme und es kracht schon wieder.

Nach kurzem Aussteigen kommt ein "Oh Scheiße" von Marcel. Und dann ist es wirklich schlimm. Diagnose: Querlenker gebrochen, unser rechtes Hinterrad steht schräg. So können wir nicht weiter fahren. Verdammt. Aber hier können wir nicht bleiben. Mitten im Berg auf einem felsigen, recht gut befahrenen Weg.

Aber Mister Edelpfusch weiß, wir haben noch ein paar Spanngurte - und einen Hammer. Und obwohl er keine einzige Folge Greys Anatomy oder andere Arztserien geschaut weiß er - gebrochene Knochen müssen geschient werden. Wieso sollte das bei einem Auto anders sein, als bei einem Menschen?


Das Ergebnis? Seht selbst:

der gebrochene Querlenker wird mittels Hammer und Spanngurten geschient
der gebrochene Querlenker wird mittels Hammer und Spanngurten geschient

So fahren wir in Schrittgeschwindigkeit vom Berg runter und telefonieren währenddessen sämtliche Ersatzteilläden in Moab ab.

O´Reilleys hat das Teil. Perfekt. Am Ende des Offroad Tracks ist ein Wohnmobilstellplatz. Ebenfalls perfekt. Aber - wie kommen wir ins 15 km entfernte Moab, um die Teile abzuholen? ÖPNV? in den USA ein Fremdwort. Taxi? Werden wir dann am nächsten Morgen rufen müssen. Na gut, erstmal was essen auf den Schock, mit nüchternem Magen kann man nicht klar denken.

Außerdem scheint unser Paket sich zu verspäten und die Federn nicht anzukommen. Die Telefonleitungen laufen an diesem Tag heiß.


Später am Abend kommt dann eine Gruppe amerikanischer Jeepfahrer, denen wir unser Problem erklären und die uns anbieten, uns am nächsten Morgen nach Moab zu fahren, um das Teil abzuholen.


Wir schmieden einen Plan, Marcel baut das alte Teil schon mal aus, Rebecca fährt in die Stadt und holt das neue.

An dieser Stelle: Sorry Mama! Denn ich habe genau das getan, was einem seit man ein Kleinkind ist, eingetrichtert wird, nicht zu tun: zu fremden Männern ins Auto steigen.


Der Jeepfahrer ist aber sehr nett, fährt mich zu O´Reilleys und als das Teil dann nicht passt, sogar noch zu einem Schweißer, der das alte Teil einfach wieder zusammenbrutzelt.

Hält sicher besser, als das Originalteil vorher.


Jetzt aber auf in den Arches Nationalpark!

 
 
 

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